Mitarbeitergewinnung Freizeit und Tourismus

Freizeit und Tourismus: Ihre Gäste kennen Sie. Die Fachkräfte nicht.

Ein Campingplatz, ein Reisebüro, eine Schwimmschule: Zehntausende Menschen kennen den Betrieb als Gast. Als Arbeitgeber kennt ihn fast niemand. Genau deshalb funktioniert die Ansprache über Facebook und Instagram hier besonders gut. In unserem Werbekonto haben vier Freizeit- und Tourismusbetriebe zusammen 323 Bewerbungen für 2.458 € Werbebudget bekommen, im Schnitt 7,61 € je Bewerbung.

Bekannt bei Gästen, unsichtbar bei Bewerbern

Freizeit- und Tourismusbetriebe haben ein Problem, das Industriebetriebe nicht kennen: Sie sind in der Region bekannt, aber niemand denkt bei ihnen an einen Arbeitsplatz. Wer seit zwanzig Jahren im Sommer auf Ihrem Platz steht, käme nicht auf die Idee, dass Sie eine Verwaltungsfachkraft suchen.

Dazu kommt das Bild im Kopf. Viele vermuten hinter einem Freizeitbetrieb nur Saisonarbeit, Wochenenddienst und wenig Geld. Dass es um eine feste Stelle im Büro geht, oder um eine Leitungsfunktion, erfährt man erst, wenn es jemand hinschreibt.

Eine Stellenanzeige auf einem Portal korrigiert dieses Bild nicht. Sie wird nur von denen gefunden, die ohnehin schon suchen, und die suchen selten nach einer Tourismusadresse. Eine Anzeige im Nachrichtenstrom dreht das um: Sie erreicht Menschen, die gar nicht suchen, und zeigt ihnen den Betrieb von einer Seite, die sie nicht kannten.

Vier Betriebe, vier sehr verschiedene Stellen

Alle Zahlen stammen aus dem laufenden Werbekonto, Stand 22. September 2026. Werbebudgets sind auf volle Euro gerundet, Bewerbungszahlen nicht. Die Betriebe nennen wir ohne Namen, weil uns dafür bislang die Freigabe fehlt.

Ein Camping- und Freizeitpark an der Weser, 1.300 Stellplätze auf 70 Hektar, suchte eine Verwaltungsfachkraft mit Büroerfahrung. Ergebnis: 119 Bewerbungen für 602 € Werbebudget, 5,06 € je Bewerbung. Eine Bürostelle, besetzt über Instagram.

Ein Reisebüro in der Region Hannover suchte gleichzeitig eine Fachkraft und einen Auszubildenden: 100 Bewerbungen für 1.001 €, 10,01 € je Bewerbung. Ausbildungsplätze gelten als besonders schwer zu besetzen, weil junge Leute auf Portalen kaum unterwegs sind. Auf Instagram sind sie es.

Eine Schwimmschule, die wöchentlich mehrere tausend Kinder unterrichtet, suchte die Leitung Personal. Das ist eine Führungsposition, und trotzdem kamen 61 Bewerbungen für 652 € Werbebudget, 10,70 € je Bewerbung.

Ein moderner Reitbetrieb suchte pferdeerfahrene Mitarbeiter, also eine Stelle mit einer sehr engen Voraussetzung. 43 Bewerbungen für 202 € Werbebudget, 4,70 € je Bewerbung. Es ist die günstigste Kampagne dieser Gruppe, obwohl die Anforderung die schmalste war.

Was diese Zahlen zeigen und was nicht

Zeigen lässt sich daran zweierlei. Erstens: Es waren keine Saisonstellen. Gesucht wurden eine Verwaltungsfachkraft, eine Fachkraft im Reisebüro mit Azubi, eine Personalleitung und eine Fachkraft mit Pferdeerfahrung. Wer glaubt, Social Recruiting bringe nur Aushilfen, sieht hier das Gegenteil.

Zweitens: Die engste Anforderung brachte den günstigsten Preis. Das klingt verkehrt, hat aber einen einfachen Grund. Menschen mit einer ungewöhnlichen Qualifikation reagieren stärker, wenn sie endlich einmal angesprochen werden, weil für sie sonst nie etwas ausgeschrieben ist.

Nicht zeigen lässt sich daran die Gastronomie. Küche und Service haben wir in diesen Kampagnen nicht besetzt, auch wenn zwei der Betriebe einen Gastronomiebereich haben. Wenn Sie ein Restaurant führen, sagen wir Ihnen das im Erstgespräch offen, statt Ihnen einen Erfahrungswert zu verkaufen, den wir nicht haben.

Wie wir arbeiten

Wir schalten Anzeigen auf Facebook und Instagram im Umkreis Ihres Betriebs, mit kurzen Videos oder Bildern von Ihnen. Beworben wird in zwei Klicks über ein Formular, ohne Anschreiben und ohne Lebenslauf.

Danach ruft Johann Schneider jeden Bewerber an. Im Gespräch klärt sich, was bei Freizeitbetrieben regelmäßig über die Zusage entscheidet: Wochenend- und Feiertagsdienste, Saisonverlauf, Anfahrt und ob die Person die Arbeit mit Gästen wirklich will. Sie bekommen die Auswahl mit Notizen aus dem Gespräch.

Eine Stelle kostet 4.999 € netto im Monat, darin 1.000 € Werbebudget, Vorqualifizierung und Bewerbergarantie. Bei laufender Zusammenarbeit ab 3.999 € netto je Stelle und Monat, zzgl. 19 % USt. Keine Einrichtungsgebühr, keine Erfolgsprovision.

Häufige Fragen

Funktioniert Social Recruiting auch für Saisonbetriebe?
Die Ansprache ja, der Zeitpunkt entscheidet. Sinnvoll ist ein Start zwei bis drei Monate vor der Saison, damit Vorgespräche und Einarbeitung hineinpassen. Belegt haben wir in dieser Branche bisher feste Stellen, keine reinen Saisonkräfte.
Bekommt man darüber auch Fach- und Führungskräfte?
Ja. In dieser Gruppe war die schwierigste Stelle eine Personalleitung, und sie hat 61 Bewerbungen für 652 € Werbebudget gebracht. Eine Verwaltungsfachkraft mit Büroerfahrung kam auf 119 Bewerbungen für 602 €.
Und Auszubildende?
Ein Reisebüro hat Fachkraft und Ausbildungsplatz zusammen ausgeschrieben und 100 Bewerbungen für 1.001 € bekommen. Junge Leute sind auf Instagram deutlich leichter erreichbar als auf Stellenportalen, das ist der eigentliche Grund.
Was kostet eine Bewerbung in dieser Branche?
In unserem Konto liegen die vier Kampagnen zwischen 4,70 € und 10,70 € Werbebudget je Bewerbung, im Schnitt bei 7,61 €. Das ist günstiger als der Durchschnitt über alle Branchen in unserem Konto.
Können Sie auch Küche und Service besetzen?
Dafür haben wir bislang keine eigene Kampagne und damit keinen Erfahrungswert. Wir sagen Ihnen im Erstgespräch, was wir belegen können und was nicht.
Arbeiten Sie deutschlandweit?
Ja. Wir sitzen in Buchholz im Landkreis Schaumburg und arbeiten für Betriebe in ganz Deutschland. Die Anzeigen laufen im Umkreis Ihres Standorts, nicht im Umkreis unseres Büros.